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Ab in den Urlaub!

Sommer.

Sonne.

Pollenflug.

Urlaub.

In den nächsten drei Wochen lasse ich mal alle Fünfe grade sein. Ich fliege nach Kanada und genieße eine kleine Auszeit.

Natürlich könnte ich euch versprechen, dass ich den sonntäglichen Blogpost beibehalte. Aber ich würde euch nur enttäuschen. Denn ich kenne mich — und ich kenne die Freundin, mit der ich unterwegs bin — und ich weiß jetzt schon, dass ich in den drei Wochen sicher nicht an Blogposts denken werde.

Das heißt, Words I Weave macht in den nächsten drei Wochen eine kleine Pause.

Aber danach geht’s wieder richtig los.

Im Juli beginnt das zweite Halbjahr. Und genau wie letztes Jahr werde ich auch in 2017 sechs Kurzgeschichten hier auf dem Blog veröffentlichen — ab Juli pro Monat eine.

Die Juli-Geschichte ist schon so gut wie fertig und ich freue mich schon riesig darauf, sie mit euch zu teilen.

„Meh“, höre ich euch sagen, „da muss ich ja im Juli wieder vorbei schauen um zu gucken, wann die Geschichte da ist.“

Aber nicht doch.

Meldet euch für meinen Newsletter an und wenn die Geschichte online ist, bekommt ihr eine Nachricht von mir. Eine kleine Nachricht mit Link und und virtuellen Keksen.

Manchmal gibt’s auch virtuellen Tee dazu.

Je nach Wetter.

Und wer sich jetzt anmeldet, bekommt noch 4 Kurzgeschichten um die Zwischenzeit zu überbrücken.

Ich wünsche euch einen tollen, sonnigen Juni.

(Cremt euch schön mit Sonnenschutz ein. Auch wenn euch Hautkrebs egal ist. Sonnencreme riecht einfach toll und gibt sofort ein Urlaubsgefühl. Glaubt mir.)

Bis zum Juli und einer Geschichte über Bienen.

Jawohl.

Bienen.

Also, anmelden für den Newsletter und dann selber die Beine in den Sand stecken!

Von Dingen, für die wir nicht bereit sind

Manchmal muss man einfach Dinge tun, für die man vermeintlich noch nicht bereit ist.

Als ich mich 2015 für meinen ersten 10-Kilometer-Lauf angemeldet habe, war ich dafür nicht bereit.

Als ich 2016 einen neuen Job in einer völlig neuen Branche angefangen habe, war ich dafür nicht bereit.

Als ich ein paar Monate später bei einem Hindernislauf gestartet bin, war ich dafür nicht bereit. Und als ich während des gesamten Laufes jedes einzelne Hindernis angegangen bin, war ich absolut nicht bereit.

Ich ertappe mich oft dabei, wie ich mir denke:

„Nein, das ist verrückt. Das kannst du gar nicht. Das solltest du lieber lassen. Du wirst dich blamieren.“

So stand ich an der Startlinie des 10-Kilometer-Laufs. So stand ich vor der Eingangstür meines neuen Arbeitgebers. So stand ich vor dem See, der das erste von 20 Hindernissen darstellte, und vor der Schlammgrube, die eines der letzten Hindernisse war.

Und so stand ich auch vor der ersten Geschichte, die ich veröffentlicht habe.

Oder vor dem ersten Buch.

Natürlich will unser Gehirn uns damit nur beschützen. In allem, was wir tun, sieht unser Gehirn den Säbelzahntiger oder von mir aus den tödlichen Abgrund, des es zu überqueren gilt.

Es ist — das gebe ich gern zu — sicher auch nicht ganz normal, sich an einem Sonntag Morgen durch Schlammgruben und über Container mit Autoreifen zu kämpfen. Das kann tatsächlich auch ein bisschen gefährlich sein.

Und wie ich mir habe sagen lassen, sind sich die meisten Menschen in meinem Umfeld auch einig, dass man weder 10 noch 5 Kilometer rennen sollte. Es sei denn, man wird verfolgt.

Aber so eine kleine Geschichte auf einem Blog im großen, weiten Internet? Oder so ein kurzes Buch mit 143 Seiten?

Das kann doch nun wirklich nicht so schlimm sein.

Denke ich, während mein Gehirn schreiend im Kreis läuft und lautstark das Gegenteil verkündet.

Mein Gehirn hat aber Gott sei Dank mehrere Stimmen. Und da gibt es neben dem schreienden Hysteriker noch die Fünfjährige, die immer genau das tut, was man ihr gerade verboten hat. Und dann noch den Rationalisten, für den Logik oberste Gebot hat.

Das sieht dann in etwa so aus:

Hysteriker: „Du kannst doch nicht in den See springen. Bist du verrückt? Bist du sicher, dass du schwimmen kannst? Das Seepferdchen-Abzeichen damals in der dritten Klasse hast du nicht bekommen!“

Fünfjährige: „Na und? Was soll schon passieren?“

Rationalist: „Du hast 50€ Startgebühr bezahlt. Die wirst du doch jetzt nicht etwa verschwenden und nicht antreten?“

Am Ende jubeln alle Drei mit mir, wenn ich nach 2:09 Stunden endlich das Ziel erreiche, meiner Freundin um den Hals falle und mich mit Kartoffelbrei wieder aufpäppele.

Auch wenn der Hysteriker leicht hustet. „Musstest du wirklich ZWEIMAL ins Wasser springen?“ Die Fünfjährige hingegen brüllt: „Nochmal, nochmal!“

Tatsache ist, dass die wirklich spannenden Dinge meistens außerhalb unserer Komfortzone liegen.

Die Erfolge, die uns Hochgefühle bescheren, sind die, für die wir haben kämpfen müssen. Das beste Adrenalin wird dann ausgeschüttet, wenn man zurück blickt und sagen kann: „Wow, ich hätte nicht gedacht, dass ich das schaffe.“

Ich habe den 10-Kilometer-Lauf geschafft. Ich habe den Einstieg in den neuen Job geschafft. Ich habe den Hindernislauf geschafft.

Ich habe eine Schrankwand alleine demontiert und letzten Monat zum ersten Mal eine Bohrmaschine benutzt um Regalbretter an die Wand anzubringen.

Ich habe ein Buch geschrieben und veröffentlicht.

Alles nur Dank der Frage meiner inneren Fünfjährigen:

„Na und? Was soll schon schiefgehen?“

Und dem Stirnrunzeln meines Rationalisten:

„Du bist nicht so weit hergekommen, um wieder umzukehren.“

Manchmal kommt der Rationalist — genauso wie der Hysteriker oder die Fünfjährige — auch in menschlicher Form vor. So stand ich, nachdem ich die Schrankwand demontiert hatte, schwitzend in der dritten Etage meines Treppenhauses. In der Hand hielt ich ein 50-Kilo-Paket, an dessen anderem Ende der arme Mensch stand, der sich mir zu helfen bereit erklärt hatte. Und nach der zwanzigsten Entschuldigung aus meinem Mund („Ich hab nicht gedacht, dass es so schwer ist. Es tut mir so leid. Das hast du dir sicher anders vorgestellt.“) kam von ihm schließlich ganz ruhig: „Wir haben jetzt zwei Möglichkeiten. Entweder wir tragen es wieder runter und bringen deinen neuen Kleiderschrank zurück zu IKEA. Oder wir schleppen den noch die restlichen zwei Etagen rauf.“

Ende vom Lied: Ich habe jetzt einen neuen Kleiderschrank.

Und eine quietschvergnügte innere Fünfjährige.

Nebelfäden: Behind The Scenes und Trivia

Ich habe diese Woche drei verschiedene Blogposts begonnen und wieder abgebrochen.

Irgendwie wollte keiner davon wirklich zusammen kommen. Und ich merkte, dass ich momentan gar nicht so sehr über das Schreiben und die Kreativität philosophieren möchte.

Schließlich habe ich letzten Monat mein erstes Buch veröffentlicht und ich bin, offen gestanden, noch immer in Partylaune. Ich arbeite fleißig an neuen Geschichten und Ideen — und ich schiebe fleißig Morpheus weiter vor mir her.

Und nebenbei rede ich mit vielen Leuten über mein Buch.

Während dieser Gespräche kommen immer wieder verschiedene Kommentare auf und ich merke: Manche Dinge, die ich sagen wollte, kommen beim Leser entweder gar nicht an oder nur schwer. Andere Dinge wiederum liest der Leser in die Geschichten, die ich selber gar nicht reinbasteln wollte.

Deshalb gibt es heute ein paar ganz kleine Trivia-Fakten über die jeweiligen Geschichten im Buch:

Seidenfein

Die Idee der Geschichte kam mir an einem sonnigen Tag am Baggersee. Ich wollte erst ins Wasser, wenn ich zehn Geschichtenideen aufgeschrieben hatte. Es war wirklich warm. Und „Seidenfein“ war Idee Nummer Elf.

In Tenebris Veritas

Der Titel ist angelehnt an „In Vino Veritas“.

Temporale Versetzung

Ich habe „Zurück in die Zukunft“ nie gesehen. Martin war der erste männliche Vorname, der mir eingefallen ist. Die Ähnlichkeit ist also wirklich rein zufällig.

42 Grad Celsius

Die Geschichte spielt im selben Universum wie Last Eve, nur einige Jahrzehnte später.

Zahlen, Daten, Fakten

Abrees Name bedeutet „Mutter von Vielen“. Ich habe zwei Stunden nach dem passenden Namen gesucht, bevor ich die Geschichte überhaupt angefangen habe.

Immer

Die Geschichte sollte eigentlich um Einiges dunkler werden. Aber dann habe ich gemerkt, dass im Dezember ja Weihnachten ist… 😉

Last Eve

Die Geschichte hatte ursprünglich zwei Seiten, aber ich habe die von Eves Gegenüber gestrichen, damit sie mysteriöser wird.

Weißer Hase

Ich wusste lange selbst nicht, wer Katie ist und was sie tut.

Zwischen den Stühlen

Auch die Geschichte gehört zu einem Universum, in dem ich noch andere Geschichten geplant habe.

Damit entlasse ich euch in den Sonntag! Wenn ihr die Geschichten lesen wollt, holt euch schnell „Nebelfäden“ als eBook oder Paperback.