Das Schöne am Frühjahrsputz ist der frische Geruch

Frühjahrsputz.

Ich bin eigentlich kein großer Fan davon, muss ich gestehen. Ich habe die Fenster meiner Wohnung bislang vielleicht zweimal geputzt — und sie sahen hinterher immer schlimmer aus als vorher.

Aber ich verstehe Einiges vom Ausmisten.

Vor zwei Jahren habe ich meine Wohnung nahezu grundentrümpelt und ertappe mich auch jetzt wieder dabei, wie ich jedes Stück Eigentum in meinem Bücherregal hinterfrage.

Ja, auch die darin befindlichen Bücher.

Vielleicht war das auch einer der Gründe, warum ich in der letzten Woche auch Words I Weave genauer unter die Lupe genommen habe.

Nach 2 Jahren hatte sich hier viel angesammelt.

Das meiste davon war noch auf einem Teil der Seite, den ihr gar nicht seht. Denn als ich 2015 meinen Entschluss fasste, dass ich monatlich eine Kurzgeschichte veröffentlichen will, habe ich noch auf Englisch geschrieben. Erst Mitte 2016 habe ich dann in meine Muttersprache gewechselt und nun meine erste Kurzgeschichtensammlung auch auf Deutsch veröffentlicht.

Das war sicher der Auslöser: Mit der Veröffentlichung der Sammlung habe ich einige Dinge an der Website bearbeitet und bin dabei natürlich immer wieder über diese alten Posts und Seiten gestolpert.

Wozu hatte ich die eigentlich noch?

Es ist ja nicht so, dass ich 2015 mit einem lauten Knall in der Autorenwelt aufgeschlagen bin und der englische Website-Teil einen wahnsinnigen Traffic bekommen hat. Selbst wenn es zu dem Zeitpunkt so gewesen wäre, dann ist dort ja seit gut neun Monaten Funkstille und damit hat sicher auch der letzte Interessent an meinen Geschichten das Weite gesucht.

Natürlich gehört es zu mir und zu meiner Entwicklung als Autorin. Ich habe in dieser Woche jede meiner alten Kurzgeschichten noch einmal gelesen.

Sie waren okay, würde ich sagen.

Sie waren ganz anders als das, was ich jetzt schreibe. Kürzer, zum einen, aber auch losgelöster.
Natürlich liegt es in der Natur der Sache, dass man sich für seine alte Kunst immer ein bisschen schämt. Das muss auch so sein, denn man lernt ja mit jeder Geschichte etwas dazu.

Zu meiner Schande muss ich aber gestehen, dass viele der Geschichten damals schon nicht so gut geworden sind, wie sie hätten sein können. Der Zeitdruck war einfach zu hoch und die Geschichten dadurch zu kurz.

Das kann ich besser, dachte ich in dieser Woche.

Und weil ich mich immer noch vor dem Morpheus-Projekt drücke, habe ich direkt mal angesetzt.
Ich habe mir meine Lieblingsideen herausgepickt und werde sie neu aufsetzen. Ich bin sicher, dass ich so Stück für Stück wieder in meine Schreibgewohnheit komme.

Und für euch hat das natürlich den Vorteil, dass es neue Kurzgeschichten gibt. Schon bald.

Hier auf dem Blog.

Apropos Kurzgeschichten: Welche der Geschichten aus Nebelfäden ist denn eure Lieblingsgeschichte? Schreibt mir in den Kommentaren?

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