Nebelfäden – Mein erstes Buch

Tadaa!

Ich kann es noch kaum glauben, aber jetzt ist es offiziell:

Seit Ostersamstag ist mein erstes Buch veröffentlicht und auf Amazon erhältlich.

Das gute Stück heißt Nebelfäden und enthält 9 Kurzgeschichten.

Sechs davon werden dem geneigten Leser meines Blogs bekannt vorkommen, da ich sie vorher hier veröffentlicht hatte. Dazu sind drei neue Geschichten – quasi frisch von der Wäscheleine – gekommen, die sich in die Reihe fantastischer, seltsamer, futuristischer Geschichten perfekt eingliedern.

 

Neun Kurzgeschichten. Für abends. Für morgens. Oder Zwischendurch.

Folge Lara, die am ersten Tag ihres neuen Jobs feststellt, dass in der lukrativen Seidenfabrik einige Geheimnisse verborgen sind. Kevin, der sich bei einem Bewerbungsgespräch immer tiefer in seine eigenen Geheimnisse verstrickt. Martin, der seiner Kollegin in die Vergangenheit folgt, aber in der Zukunft ankommt. Tom, der seine Frau sucht und etwas ganz anderes findet. Abree, deren Vorliebe für Fakten ihr am letzten Tag vor ihrem Urlaub zum Verhängnis wird. Dem Professor, der sich beweisen will und dabei nur auf sich selbst hört. Eve, die genau weiß, wo sie hin soll aber nicht, wie sie an dem Schatten vorbei kommt. Sarah, die nicht weiß, wie sie hier her gekommen ist. Und Mary, deren Entscheidung riesige Auswirkungen haben wird — nicht nur auf sie selbst.

Spannend und mysteriös, stellt jede Geschichte eine zentrale Frage für den Leser: Wo, in all dem Nebel, ist der Weg zu uns selbst?

Neugierig geworden? Dann könnt ihr das Buch auf Amazon als eBook oder Paperback kaufen:

Paperback Kindle eBook

 

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Schreiben braucht Mut. Aber anders.

Eigentlich hatte ich für diese Woche ein anderes Thema geplant.

Schließlich habe ich schon Themen für die folgenden Wochen festgelegt, damit das Schreiben dann schneller geht. Aber irgendwie hat sich das Thema dann doch nicht mehr richtig angefühlt.
Denn wie soll ich über’s Schreiben schreiben, wenn ich momentan gar nicht schreibe?

Ja, genau. Vielleicht sollte ich es nochmal laut sagen:

Momentan schreibe ich nicht.

Nicht, weil ich gerade zu viel zu tun habe. Nicht, weil ich abends müde in’s Bett falle und mich früh müde wieder raus schäle. Nicht, weil das Lektorat der Kurzgeschichtensammlung so viel Arbeit in Anspruch nimmt.

Nein. Ich schreibe momentan nicht, weil ich mich davor drücke.

Und während ich mehr oder weniger verzweifelt versuche, die Gründe dafür zu analysieren, rinnt mir die Zeit durch die Finger. Frei nach dem Motto:

Gar nichts erlebt. Auch schön.

– Mozart, Tagebuch vom 13. Juli 1770

Das „eigentlich“ Wissen

Eigentlich weiß ich ja, welches Projekt ich als nächstes in Angriff zu nehmen habe. Ich habe letztes Jahr den ersten Entwurf meines Großprojekts „Morpheus“ fertig gestellt und dann mit dem Lektorat begonnen.

Dabei wurde aber irgendwie nichts besser, sondern alles viel schlimmer. Es war, als hätte ich eine Schublade in meinem Zimmer aufräumen wollen, aber am Ende alles aus den Schränken geholt und mit Fensterputzen angefangen. Nichts funktionierte mehr so, wie es ursprünglich geplant war.

Und dann kam die Kurzgeschichtensammlung. Da hatte ich erstmal etwas Leichteres, auf das ich mich konzentrieren konnte.

Oder besser: Ich hatte eine Ausrede.

Statt mein umgekrempeltes Zimmer aufzuräumen habe ich einfach das Haus verlassen und bin in eine Zweitwohnung gezogen. Aber nun muss ich die räumen, denn die Nachmieter — also die Leser — wollen einziehen.

Und da stellt sich die Frage:

Will ich wirklich in das alte Zimmer zurück? Oder lieber alles in ein neues Zimmer sortieren?

Zugegeben, der Zimmer-Vergleich hinkt an einigen Stellen. Denn wenn ich zu Hause alles aus meinen Schränken hole, kann ich nicht plötzlich meine Klamotten in die Küche sortieren, weil ich auf mein Schlafzimmer keine Lust mehr habe.

Aber im übertragenen Sinn geht das schon.

Ich muss den ersten Entwurf nicht weiter verschlimmbessern. Ich kann auch alles, was ich gelernt habe, nutzen und einen neuen ersten Entwurf schreiben.

Das klingt absolut logisch, aber trotzdem habe ich mit mir gehadert.

Denn sagen nicht immer alle, dass der erste Entwurf das Grundgerüst ist, an dem man arbeitet? Dass man den braucht, um etwas Gutes zu produzieren?

Wenn ich also noch einmal anfange, mache ich da die ganze Arbeit vorher wieder zunichte?

Die Frage hat mich eine ganze Weile beschäftigt.

Und dann noch eine Weile.

Und dann…

…Musste ich meiner Freundin erklären, warum genau ich eigentlich momentan nicht schreibe.

Wo, fragte sie, läge eigentlich mein Problem?

Ich wollte ihr wirklich erklären, dass im schlimmsten Falle die Autoren-Polizei vor meiner Tür steht und meinen Kopf einfordert. Eine falsche Entscheidung und alles — ja, ALLES — fällt den Abgrund herunter.

Ich gebe zu, als mir diese Antwort durch den Kopf schoss, kam sie mir selber ziemlich blöd vor. Deswegen habe ich sie auch nicht laut ausgesprochen. Stattdessen kam eher so etwas aus meinem Mund:

Ich habe Angst.

Angst davor, an dem Projekt zu scheitern. Angst davor, dass ich die Geschichte in all den Veränderungen nicht mehr wieder finde. Angst davor, irgendwelche ungeschriebenen Kreativitäts-Gesetze zu brechen und mich im Kreis zu bewegen.

Aber auch Angst davor, das Ganze tatsächlich fertig zu stellen und es dann der Welt zu präsentieren.

Je mehr ich davon erzähle, desto mehr wird mir bewusst, wie viel Mut ich für das Schreiben aufbringen muss. Na gut, vielleicht nicht für das Schreiben an sich. Aber für das Präsentieren.

Mit jeder Geschichte zeige ich euch ein Stück von mir selbst.

Von mir, von dir, von irgendwas dazwischen.

Ich lese gerade „Big Magic“ von Elizabeth Gilbert. Sie beschreibt darin einen wundervollen Austausch mit einer Leserin ihres Buches „Eat Pray Love“:

Eines Tages kam eine Frau zu Ihrer Autogrammstunde und sagte ihr, das Buch habe sie motiviert, ihren gewalttätigen Mann zu verlassen. Vor allem die Stelle, an der Gilbert beschreibt, wie sie eine einstweilige Verfügung gegen ihren Mann erwirkt, weil sie genug von ihm hat, habe sie inspiriert.

Gilbert war verwirrt, denn: Das ist in ihrem Buch nie passiert.

Die Leserin hatte vielmehr ihre eigene Situation in das Buch hinein gelesen. Sie brauchte einen Anstoß und hat den in Gilberts Buch gefunden — auch wenn die Gründe für Gilberts Scheidung ganz andere waren.

Im ersten Moment musste ich bei der Stelle lachen. Aber dann hat sie mich nachdenklich gestimmt.
Ich habe Angst, dass ich mit meinen Geschichten mich selbst preis gebe. Aber auch wenn ich das tue, findet mich jemand?

Ist es nicht vielmehr so, dass sich jeder selbst in der Geschichte finden sollte — egal, ob ich es genauso wollte oder nicht?

Ich kann nicht kontrollieren, wie mein Geschriebenes beim Leser ankommt oder was es auslöst. Ich kann nur kontrollieren, was es in mir auslöst.

Wenn die Geschichte fertig ist, muss ich sie loslassen.

Vielleicht ist es tatsächlich wie bei einem Kind, dem man das Laufen beigebracht hat. Es wird sicher fallen, stolpern, sich die Knie aufschürfen. Deshalb darf man es trotzdem nicht ständig an die Hand nehmen.

Auch meine Geschichten werden anecken, Gemüter erhitzen oder einfach versacken. Deshalb darf ich sie trotzdem nicht in meinem Laptop gefangen halten.

Also atme ich jetzt tief durch.

Und dann bringe ich meinem Morpheus das Rennen bei.

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Es folgt der langweilige Teil

Die Ironie des Lebens: Ich schreibe einen Blogpost darüber, dass mir Deadlines beim Schreiben von Blogposts helfen. Und dann schaffe ich es in der Woche drauf nicht, meinen Blogpost zu schreiben.

Badabumm, Tsch.

Aber diese Woche bin ich pünktlich wieder zurück, mit einem Statusbericht.

Wann ist es denn endlich soweit?

In den letzten Tagen hat mich von allen Seiten diese Frage ereilt. Wann kommt die Sammlung denn endlich raus?

Gute Frage.

Ich habe einen ungefähren Zeitplan im Kopf. Da das aber mein erstes Buch ist, habe ich keine Ahnung, wie lange ich für den ganzen „langweiligen“ Kram brauche, mit dem ich mich gerade beschäftige.

„Langweilig“ nicht, weil es doof ist, sondern weil es für euch nicht wirklich viel zu sehen gibt.

Korrektorat

Die Kurzgeschichten liegen gerade beim Korrekturleser. Die ersten Geschichten habe ich auch schon überarbeitet.

Geplant ist diese Phase noch etwa eine Woche.

Cover

Das Cover ist so gut wie fertig, nur ein paar kleine Feinschliffe müssen noch vorgenommen werden.

Klappentext

Hach ja, das liebe Schreiben. Der Klappentext ist — so habe ich gemerkt — eine völlig andere Sache als eine Kurzgeschichte. So einfach lässt der sich nicht zu Papier bringen. Ich habe mittlerweile ein paar Varianten.

Das Technische

So, und wenn das alles soweit ist, kommt der technische Teil. Das eBook muss erstellt werden, das Paperback auch. Das ist der wirklich „langweiligste“ Teil an dem Ganzen.

Alles in allem…

Soweit läuft alles in geregelten Bahnen und ich lehne mich ehrlich gesagt ein wenig zurück. Ich habe versucht, mein Großprojekt weiterzuführen, aber ich kann mich darauf nicht wirklich konzentrieren.

Ich bin total hibbelig, weil ich die Sammlung unbedingt fertig stellen möchte. Ich hätte sie gerne in meinen eigenen und dann ebenso bald in euren Händen.

Es dauert auch nicht mehr lang!

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