Ein neues Jahr – 2017

Am 1. Januar sollte Schnee liegen.

Alles sollte weiß sein, so wie eine leere Seite in einem neuen Notizbuch.

Oder nicht?

Schließlich beginnt am 1. Januar das neue Jahr, quasi ein neues Leben. Zumindest, wenn man sich die vielen guten Vorsätze für das neue Jahr anhört, könnte man zu diesem Schluss kommen. Alle glauben, sie werden am 1. Januar zu einem völlig neuen Menschen. Einem, der die Milka-Schokolade links liegen lässt, pünktlich 5 Uhr gut gelaunt zum Joggen aus dem Bett hüpft und jedem Obdachlosen ein paar Münzen in die Tasse wirft.

Vielleicht ist es auch gut so, dass am heutigen 1. Januar kein Schnee liegt. Denn das würde vielleicht auch mich zu solchem Humbug verleiten.

Der Blick zurück.

Ich habe in den vergangenen sechs Monaten eine Menge in Bewegung gesetzt.

  • Ich habe sechs Kurzgeschichten geschrieben.
  • Ich habe jeden Sonntag einen Blogpost veröffentlicht.
  • Ich habe den ersten Entwurf meiner ersten „richtigen“ Geschichte geschrieben und mit dem Lektorat begonnen.

Da ich jeden Monat meine Rückblicke hier veröffentliche, habe ich nicht das Bedürfnis, euch mit den Zwischenschritten zu langweilen. Es ist eben viel passiert. Mal mehr und mal weniger, als ich erwartet hatte.

(Eigentlich erwarte ich ja immer mehr von mir. Aber der Antrag auf Verlängerung meines Tages von 24 auf 48 Stunden wurde leider noch nicht bearbeitet.)

Ich kann zufrieden sein mit dem, was ich geschafft habe. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich deswegen nicht schon die nächste lange To-Do-Liste aufgesetzt habe.

Der Blick nach vorn.

Die größte Änderung in diesem Jahr wird es sein, dass wir — ihr genauso wie ich — auf die monatlichen Kurzgeschichten verzichten müsst.

Zumindest vorerst.

Ich schreibe die Kurzgeschichten gern, aber mein Großprojekt erfordert gerade meine Aufmerksamkeit. Das ist mein großes Ziel in diesem Jahr: Ich möchte diese Geschichte veröffentlichen und damit ganz langsam meinen großen Zeh in die angelehnte Tür des Buchmarktes schieben. Ich hoffe, dass ich das Projekt im ersten Halbjahr abschließen und dann wieder ein paar Kurzgeschichten liefern kann.

Nebenbei habe ich vor, aus den bereits veröffentlichten Kurzgeschichten ein eBook und ein Paperback zu basteln. Das dauert wahrscheinlich gar nicht mehr so lange, denn ich muss mich eigentlich nur noch dazu überwinden, auf „Veröffentlichen“ zu klicken. Na gut, ein paar Kleinigkeiten müssen noch erledigt werden — es müssen noch drei Bonusgeschichten geschrieben werden — aber dann ist es wahrscheinlich sogar noch im März soweit.

Planlos mit Plan.

Ansonsten möchte ich mir selbst noch nicht zu viel vorweg nehmen.

Ich liebe Pläne, aber ich kenne mich gut genug um zu wissen, dass meine Pläne nicht immer viel Spielraum zulassen. Dann bin ich enttäuscht, wenn ich meine irrsinnigen Ziele nicht erreichen kann. Also versuche ich mich dieses Jahr ein wenig entspannter zu geben. Grob kann man sagen:

Ich möchte 2017 mehr Geschichten schreiben.

Aber was genau das bedeutet und in welcher Form diese Geschichten euch erreichen werden, kann ich noch nicht sagen. Viele Ideen schwirren in meinem Kopf und ich bin sicher, dass in den nächsten Wochen und Monaten noch mehr Ideen dazu kommen. So wie sie das immer tun.

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