Schreibrückblick: Juni 2016

Auch wenn ich eigentlich erst in der Mitte angefangen habe, ist doch so viel passiert...

Auch wenn ich eigentlich erst in der Mitte angefangen habe, ist doch so viel passiert…

Nachdem ich letzte Woche ein bisschen rumgenörgelt habe, kommt diese Woche nun der Rückblick auf den letzten Monat.

(Ich hatte euch ja langweilige Was-habe-ich-kürzlich-alles-so-(nicht)-geschafft-Posts versprochen.)

Die Fakten.

Schreibtage: 13/30

Geschriebene Worte: 8.436

Worte pro Schreibtag: min. 137; max. 3095; ø 649

Durchschnittliche Tipp-Geschwindigkeit lasse ich mal weg, denn die schwankt doch arg, je nachdem was ich mache: Outlines, Beats, Blogposts, Entwürfe oder Lektorat. Ich messe derzeit immer, egal, was ich ich mache, die Zeit und die Worte (außerdem Tageszeit, Stimmung und eine kurze Notiz, wie ich das Schreiben an sich fand).

In diesem Monat habe ich… die Kurzgeschichte für Juli fertig geschrieben, vier meiner vorherigen Kurzgeschichten übersetzt und sie als kostenfreies Goodie für die Newsletteranmeldung eingebunden. Außerdem diverse Blogposts geschrieben, Ideen gebrainstormt und viel geselen.

Apropos lesen.

Die Leseliste.

Federleicht. Wie fallender SchneeMarah Woolfs „Federleicht. Wie fallender Schnee“ ist der Beginn einer Fantasy-Reihe von einer Selfpublisherin. Als ich das Buch gekauft habe, war mir das noch nicht bewusst — ich habe das erst hinterher, bei der Recherche für die Leseliste mitbekommen. Was mal wieder beweist, dass man keinen Verlag braucht, um ein gutes Buch zu schreiben.

Die Story handelt von Eliza, die plötzlich in die Elfenwelt gezogen wird um ein sehr wichtiges Artefakt in Form einer Schneekugel aus der Menschenwelt zurückzuholen. Die Elfenwelt liegt derzeit in politischen Unruhen, da die Königin verschwunden ist und ihre Nachfolgerin erst gekrönt werden kann, wenn die Artefakte aller sieben Königsfamilien wieder in der Elfenwelt sind. Natürlich gibt es einen „bockigen Elfen“ (Zitat 😉 ), der Eliza einweist und in den sie sich nach und nach verliebt.

Die Geschichte hatte ein paar Logikfehler, die mich stutzig gemacht haben, aber dennoch sehe ich das Buch als einen guten Start in die Serie.

panLeider war ich von Sandra Regniers „Das geheime Vermächtnis des Pan“ nicht so begeistert. Eher im Gegenteil. Dafür, dass das Buch im Carlsen Verlag erschienen ist — nein, dafür, dass es in irgendeinem Verlag erschienen ist! — strotzt es nur so vor Logikfehlern. So etwa die Informationen über die Eltern eines Charakters: Zuerst sagt er, sein Vater sei viel unterwegs, dann ist sein Vater Banker und seine Mutter tot. Später ist sein Vater Diplomat und irgendwann dazwischen sind angeblich beide Eltern nicht oft zu Hause (verständlich, wenn man unter der Erde ist, oder?).

Viele Szenen sind meiner Meinung nach überflüssig, weil sie die Story nicht voran bringen. Die Story, die übrigens erst nach etwa 190 Seiten beginnt und das Buch ist nur 250 Seiten lang (zumindest die eBook-Version). Die Protagonistin Felicity ist noch die interessanteste von allen Charakteren (von denen es durchaus genügend, wenn nicht gar zu viele gibt). Doch ihre Familienmitglieder sind regelrechte Pappfiguren, auch ihre Freunde sind austauschbar und ich weiß nicht, warum es in diesem Buch überhaupt fünf Freunde geben muss, wenn sie keinen Einfluss auf die Story haben.

All das, und die zahlreichen Rechtschreibfehler hätten doch irgendjemandem während des Veröffentlichungsprozesses mal auffallen müssen. Wahnsinnig enttäuschend, zumal man mit der Geschichte wunderbar viel hätte machen können.

Ein Blick in die Zukunft…

Die nächste (erste deutsche) Kurzgeschichte erscheint am 10.07.16, also nächste Woche.

Bis dann!

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