Schreibrückblick: November 2016

november2016

Wahnsinn, es geht mit riesigen Schritten auf das Jahresende zu. Und dabei ist doch noch so viel zu tun. Wie eigentlich immer, oder?

Im November habe ich mich voll und ganz meiner Geschichte gewidmet. Da ich nicht immer „lange Geschichte“ sagen will, nenne ich sie ab jetzt ‚Novelle‘. Denn jetzt, nachdem der erste Entwurf fertig ist, kann ich tatsächlich einschätzen, wie lang die Geschichte eigentlich wird.

Die Fakten

Schreibtage: 15/30

Geschriebene Worte: 19.466

Worte pro Schreibtag: min. 563, max. 2.437; ø 1.298

Diesen Monat habe ich… den ersten Entwurf meiner Novelle fertig gestellt.

Das Kleingedruckte

Ich habe das Projekt mit der Vorgabe begonnen, dass der erste Entwurf etwa 40.000 Wörter umfassen wird. Nun bin ich fertig, und habe knapp über 25.000.

Ist das schlimm?

Nicht wirklich. Die Handlung ist von Anfang bis Ende durchgespielt, die Charaktere sind alle da, wo ich sie hingeplant habe. Und der zweite Entwurf ist ja dazu da, das Ganze geschmeidiger zu gestalten.

Meine ersten Entwürfe sind immer kürzer als das Endprodukt, also gehe ich davon aus, dass die Geschichte am Ende länger wird. Aber trotzdem wird sie sicher keine Romanlänge haben, sondern eher so in den Novellenbereich fallen. Das finde ich aber nicht sonderlich schlimm.

Die Leseliste

heimsuchungIn diesem Monat blieb mir bei all dem Schreiben nur wenig Zeit zum Lesen. Daher habe ich nur ein Buch fertig gelesen und das war Heimsuchung von Jenny Erpenbeck. Und ja, es ist in etwa so bedrückend, wie der Titel das einen glauben lässt.

Das Buch folgt der Geschichte eines Hauses. Von der Erbauung auf dem Grundstück (welches allein schon auf recht tragische Weise zerteilt und verkauft wird) bis hin zum Abriss etwa achzig Jahre später.

Es erzählt Szenen, Lebensläufe aus dem Umfeld des Hauses, immer verbunden durch die Aktionen des Gärtners, der das Grundstück in Schuss hält. Die Einblicke sind gespenstig geschrieben, alle irgendwie tragisch auf ihre eigene Weise.

Das Buch ist mir nur in die Hände gefallen, weil es bei meiner Mutter lag und sie mir von den Formulierungen vorschwärmte. Jeder Augenblick hatte für sich etwas interessantes, aber so wirklich habe ich das „große Ganze“ nicht erfassen können. Vielleicht bin ich dazu auch zu sehr auf die Fantasy- und Sci-Fi-Literatur gemünzt. Ich erwarte einen Zusammenhang, einen Erzählbogen, einen Klimax und ein Ende. Das gab es in dem Buch nicht, auch wenn die Formulierungen mich tatsächlich bei der Stange gehalten haben.

Immer weiter, immer fort.

Nächste Woche folgt die vorerst letzte Kurzgeschichte auf dem Blog.

Was, wie bitte?

Ja, leider. Ich arbeite derzeit am Lektorat der Novelle und das nimmt tatsächlich mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich angenommen (auch wenn ich durch den kleineren Umfang schon vor meiner Entwurfsdeadline fertig bin). Aber, wenn alles gut geht, habe ich noch im ersten Quartal 2017 ein eBook für euch zum Schmökern! 😀

Ach ja, und die Kurzgeschichte nächste Woche, trägt den passend-romantischen Titel Immer. Ich bin gespannt, was ihr dazu sagt!

Bis dahin wünsche ich euch viel Schnee!

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