Wie Ich Mich Wieder Ans Schreiben Gewöhne

Aller Anfang ist schwer.

Das gilt auch für den zweiten, dritten, vierten… Anfang.

Und so geht es mir gerade mit dem Schreiben. Ich bin gerade etwas übermotiviert, was den Beginn meines Blogs betrifft, aber ich bin auch nervös.

Da habe ich euch in meinem letzten Blogpost schließlich 6 neue Kurzgeschichten bis zum Jahresende versprochen. Die muss ich jetzt auch liefern.

Um die Challenge dieses Mal etwas geplanter anzugehen, habe ich die 6 Ideen schon einmal ausgewählt. Und in dieser Woche nun sollte es los gehen.

Da saß ich also letzten Sonntag vor meinem Laptop und starrte auf das weiße Papier. Gut, es ist nicht strahlend weiß, ich habe meine Papierfarbe auf Eierschale geändert. Aber leer war es trotzdem.

Die ersten Worte fielen schwer. Das tun sie immer; mein größtes Problem beim Schreiben ist immer noch BICHOK: butt in chair, hands on keyboard. Also Hintern in den Stuhl und die Finger auf den Tasten.

Doch auch nachdem die Worte etwas leichter flossen, war ich unzufrieden. Ich habe jahrelang auf Englisch geschrieben, habe da eine Stimme entwickelt, einen Stil. Und jetzt das Ganze auf deutsch.

Es holpert. Es hakt. Es trottet dahin.

Aber es ist auch erst die erste Woche. Von so einem Start sollte man sich nicht verunsichern lassen. Doch was nun?

Ich habe kürzlich gelesen, dass man auch über seine Gefühle beim Schreiben schreiben sollte. So kann man besser urteilen, was gut funktioniert und was nicht. Komisch. Genau dafür habe ich ja einen Blog.

Und ich hatte euch langweilige Was-Ich-Kürzlich-So-Alles-(Nicht)-Gemacht-Habe-Posts versprochen.

Das hier ist so einer. Es wird sie nicht jede Woche geben, zumindest nicht offiziell. Aber es wird mir sicher zum einen helfen mich zum Schreiben zu animieren und mir zum anderen meine Stärken und Schwächen besser verdeutlichen.

Klar kann ich behaupten, ich würde problemlos 2.000 Wörter in der Woche schreiben. Aber ob es wirklich 2.000 sind und ob die wirklich so problemlos waren, kann ich nur beurteilen, wenn ich darüber Buch führe.

Die Fakten.

Schreibtage: 4/7

Schreibzeit: 2:04h

Geschriebene Worte: 3.173
Gesagt sei hier, dass ich auch Blogposts und Outline-Wörter vorerst mit zähle.

Durchschnittliche Tipp-Geschwindigkeit: 1535 wph

Ich habe erstmal angefangen, mir für zwei der Kurzgeschichten Outlines zurecht zu legen. Das ist, nach der ersten Idee (der Prämisse), der erste Schritt. Bisher habe ich danach gleich mit dem Entwurf losgelegt, denn ich habe oft schon Szenen und Momente in meinem Kopf, wenn ich eine Geschichte anfange.

Aber dieses Mal wollte ich ja organisierter ran gehen. Also gibt es jetzt noch einen Zwischenschritt, zwischen der Outline und dem ersten Entwurf: die Beats. Den Term habe ich von einigen englischsprachigen Autoren gemopst und noch keine schöne deutsche Entsprechung gefunden (ich gebe zu, ich hab auch noch nicht drüber nachgedacht). Ich habe für eine Geschichte Beats geschrieben, also die einzelnen Szenen erstmal für mich selbst beschrieben. Was passiert wann und wo, warum?

Und schließlich ging es heute im zweiten Anlauf an den ersten Entwurf eben dieser Geschichte. Ja, auch bei diesem Anfang hakt, holpert, stockt es.

Es ist eben wirklich aller Anfang schwer.

Der Plan für nächste Woche ist, den ersten Entwurf fertig zu stellen und schon mal zu über arbeiten. Ich kann mich nicht ewig mit den Kurzgeschichten aufhalten; da komme ich ja zu nichts anderem mehr.

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